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Den Besten gehört die Zukunft!

Bäckerei-Inhaber Georg Mandl aus Edelmühle im Bayerischen Wald setzt auf Premium-Qualität und trifft damit den Geschmack seiner Kunden.

Premium-Qualität - das echte Holzofenbrot der Bäckerei Mandl (Foto: Gutsmiedl)

Premium-Qualität – das echte Holzofenbrot der Bäckerei Mandl
(Foto: Gutsmiedl)

Um den Brei herumzureden, ist seine Sache nicht. Georg Mandl bringt’s auf den Punkt, wenn seine Meinung gefragt ist. Daher verrät der Inhaber der gleichnamigen Bäckerei aus Edelmühle im Bayerischen Wald auch gewohnt knapp und präzise das Erfolgsrezept, das seiner Branche das Überleben sichert: „Man muss zu den Besten gehören!“
Wonach viele Berufskollegen ein Arbeitsleben lang streben, ist Georg Mandl bereits gelungen: 2005 wurde der Traditionsbetrieb vom Gourmet-Journal „Der Feinschmecker“ als „eine der besten Bäckereien Deutschlands“ empfohlen. Wie es zu der Auszeichnung kam, weiß Mandl nicht. Stolz macht ihn das Prädikat trotzdem, denn: „Wir arbeiten permanent daran, unsere Backwaren noch besser zu machen. Jeder Betrieb braucht unvergleichliche Produkte, die ihn vom Mitbewerber abheben.“
Georg Mandl weiß, wovon er spricht, beobachtet der Diplom-Volkswirt den Markt doch besonders genau, seit er die Bäckerei vor mehr als 20 Jahren von seinen Eltern übernommen hat. Obwohl in der Edelmühle seit Jahrhunderten Mehl gemahlen und Brot gebacken wird, hat erst Georg Mandl das Unternehmen zu dem geformt, was es heute ist: eine Vorzeigebäckerei mit knapp 90 Mitarbeitern und zwölf Filialen in zwei Landkreisen – „echten Filialen“, wie der Mittsechziger betont, denn auf Verkaufsstellen in den Vorkassenzonen diverser Supermärkte möchte er auch in Zukunft verzichten.

„Ein Bäcker kann ausgesprochen kreativ arbeiten – wenn er denn will.“

Aufgrund der starken Zunahme eigener Brotabteilungen des Lebensmitteleinzelhandels und der steigenden Zahl von Discountern bei stagnierendem Brotgenuss von jährlich knapp 50 Kilogramm pro Haushalt* müssen immer mehr Bäckereien schließen. Diesem Wettbewerb könne man nur mit einer unvergleichlichen Qualität gegensteuern, weiß Georg Mandl.
Mit Premium-Produkten wie echtem Holzofenbrot direkt aus dem Feuer, geschmacksgereiften Baguettes, fruchtigem Kletzenbrot oder nussig-weichen Lebkuchen hat seine Bäckerei sich längst neue Marktanteile erschlossen – und damit den Geschmack der Kunden getroffen. In naher Zukunft werde es nur noch zwei Arten von Bäckern geben, glaubt Georg Mandl: „Die Anbieter von Massenbackwaren und diejenigen, die hochwertige und authentische Produkte backen.“ Das Mittelmaß überlebe nicht, ist sich Mandl sicher.
Seiner Meinung nach müsse sich das Handwerk viel selbstbewusster präsentieren. „Aber unser Schulsystem produziert ja nur noch Abiturienten“, beklagt Georg Mandl. Fürs Handwerk Begabte fielen da schnell durchs Raster. Dabei sei der Bäckerberuf trotz der Krise attraktiv, macht der Unternehmer Mut: „Ein Bäcker kann ausgesprochen kreativ arbeiten – wenn er denn will.“ Nur Fleiß und Findungsreichtum sicherten der Branche ein lebenswertes „Gutes Morgen“. Das weiß Georg Mandl. Weil sein Betrieb es seit Jahrzehnten vormacht.

 *Quelle: Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks e. V.